Wirbellose Tiere (Evertebraten oder Invertebraten) haben keine Wirbel und damit auch keine Wirbelsäule und keine Knochen. Ihr äusseres Erscheinungsbild wird in vielen Fällen durch ein Aussenskelett (Arthropoden) oder ein vom Körper aufgebautes Schalensystem (Stachelhäuter, Muscheln, Schnecken, Korallen) bestimmt.
Die Evertebraten besitzen eine enorme Formenvielfalt, die von winzigen Einzellern über Schwämme, Korallen, Schnecken, Würmer, Seeigel, Krebse, Insekten (z.B. Käfer, Fliegen, Schmetterlinge), und Tausendfüsser bis hin zu den Spinnentieren reicht.
Unter den Vielzellern (Metazoa) gehören sehr unterschiedliche Tierstämme den Wirbellosen an wie z.B.: Porifera (Schwämme), Cnidaria (Nesseltiere), unterschiedliche Stämme wurmförmiger Tiere, Mollusca (Weichtiere), Echinodermata (Stachelhäuter) und Arthropoda (Gliederfüßer).
Die ca. 1,5 Millionen Arten von wirbellosen Tieren stehen den etwa 54’000 Arten von Wirbeltieren gegenüber. Damit gehören weit über 90% der bekannten Tierarten zu den Evertebraten.
Neben dem systematischen Überblick sind neu auch einige Vitrinen mit unterschiedlichsten thematischen Inhalten wie z.B. "Lebensgemeinschaften" mit den Teilen "Symbiosen", "äussere -" und "innere Parasiten des Menschen" oder "Schmetterlinge der Region Basel" zu sehen.
In einem Nebenraum zur Ausstellung können an vier Arbeitsplätzen mit Stereolupen auch Objekte oder Details betrachtet werden, welche von blossem Auge kaum sichtbar sind.
In bescheidenem Rahmen werden auch einige lebende Tiere in Terrarien gezeigt. Ganz besonderes Interesse erregen dürften in diesem Zusammenhang die Bienen und die
Wer kennt nicht die Ameisen, die in langen Strassen durch das Wohnzimmer ziehen? Kleine, fleissige Tierchen tragen winzige Essensreste davon. Aber kennen wir das Leben der Ameisen überhaupt? Meist begegnen wir den Ameisen nur mit Widerwillen, doch ein Einblick in ihre meisterhaft organisierte Lebensweise löst grösste Bewunderung aus. Rund 10'000 Ameisenarten bevölkern alle möglichen Ecken unserer Erde, insgesamt sind es Milliarden einzelner Tiere! Die Blattschneiderameisen sind tropische Arten. Sie können Zellulose nicht verdauen und sind daher auf die Hilfe anderer Organismen angewiesen. Für ihre Ernährung züchten sie Pilze auf frischen Blättern, die sie stückchenweise in ihr Nest eingetragen und zu Brei gekaut haben. Die auf dem Blätterkuchen zahlreich wachsenden Pilzfäden stellen die Hauptnahrung der Ameisen dar.
Kommen Sie ins Museum und beobachten Sie das Leben der Ameisen. Wir danken den Freunden des Naturhistorischen Museums für die Unterstützung dieser Ausstellung!