Kontakt
Naturhistorisches Museum Basel
Dr. Eva Sprecher-Uebersax
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Biowissenschaften
Augustinergasse 2
CH 4001 Basel

Tel +41 61 266 55 81
Fax +41 61 266 55 46
E-Mail eva.sprecher@bs.ch

Käfersammlung Georg Frey 10 Jahre in Basel

Ausstellung im Hochparterre vom 14. März bis 31. August 2008
Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Käfersammlung Frey in Basel wird im Hochparterre eine kleine Ausstellung über diese weltweit bedeutende Sammlung gezeigt. Zu sehen sind nicht nur die Schönheit der Käfer und der Reichtum an Arten, sondern es werden auch die Bedeutung einer solchen Sammlung und deren wissenschaftliche Verwendung erörtert.

Führung zur Ausstellung mit Eva Sprecher oder Michel Brancucci

Donnerstag, 10. April 2008 18.00h
Donnerstag, 15. Mai 2008 18.00h
Donnerstag, 29. Mai 2008 18.00h
Donnerstag, 26. Juni 2008 18.00h
Donnerstag, 14. August 2008 18.00h

Kosten: Museumseintritt

Privatführungen auf Anfrage unter: +41 61 266 55 00

Kaefer aus der Sammlung Frey ausgestellt im Ausstellungsteil "Vielfalt des Lebens"
Käferbild aus der Sammlung Käfer Frey © Naturhistorisches Museum Basel

Käfer sind die grösste Tiergruppe der Welt. Jede vierte Tierart, die von Menschen je entdeckt und beschrieben wurde, ist eine Käferart. Die Eroberung fast aller Lebensräume, die unterschiedlichsten Verhaltensweisen und die schier unermessliche Vielfalt an Formen und Farben machen die Käfer zu faszinierenden Tieren. Kein Wunder, dass diese Gruppe immer wieder Leute fasziniert, so den Industriellen Dr. h.c. Georg Frey. Er baute die die weltweit grösste private Käfersammlung auf. Nach einem kräftigen Seilziehen fand diese grossartige Sammlung den Weg in unser Museum.

Porträt Georg Frey
Porträt von Dr. h.c. Georg Frey © Naturhistorisches Museum Basel

Georg Frey war schon früh von Käfern fasziniert. 1928 begann er eine Käfersammlung anzulegen. Diese Sammlung liess ihn fortan nicht mehr los. Von Beruf Lodenfabrikant, widmete er seine ganze Freizeit den Käfern. Aus der Sammlung wurde ein ganzes Museum, das er in München einrichtete. Um es laufend zu vergrössern, organisierte und finanzierte er zahlreiche Sammelreisen in alle Welt. Für die Betreuung seines wachsenden Museums beschäftigte er ständig drei bis fünf Mitarbeiter. Gleichzeitig legte er eine Fachbibliothek an, die wichtige Zeitschriften und viele seltene Werke umfasst.

Blick in die Sammlung Frey, Foto Arnd Sturm
Ein kleiner Teil der rund 6500 Sammlungskästen der Sammlung Frey © Naturhistorisches Museum Basel

Die Sammlung Frey ist eine wissenschaftlich wertvolle Käfersammlung. Mit über zwei Millionen Käfern aus aller Welt ist sie ausserordentlich reich. Gegen 90‘000 Arten, verteilt auf rund 6‘500 Kästen, sind vertreten. Das ist knapp ein Viertel aller bekannten Käferarten. Von zahlreichen Arten sind die Typen hier aufbewahrt. Typen sind jene Tiere, welche als erste für die Beschreibung der Art gedient haben. Sie sind die Referenztiere, die begutachtet werden müssen, wenn neue, nahe verwandte Arten beschrieben werden sollen. Mehrere Arten hat Georg Frey selber beschrieben und einige sind nach ihm benannt worden. Wissenschafter aus aller Welt besuchen die Sammlung und zahlreiche Ausleihen gehen in das In- und Ausland.