Kontakt
Naturhistorisches Museum Basel
Renate Müller
Personal / Sekretariat Verwaltung & Betrieb
Augustinergasse 2
Postfach
CH-4001 Basel

Tel +41 61 266 55 95
Fax +41 61 266 55 46
E-Mail renate.mueller@bs.ch

Freunde des Museums

Sie wollen mehr über die Freunde des Naturhistorischen Museums erfahren? Gerne stellen wir uns Ihnen vor.

Der Gönnerverein wurde 1992 gegründet und hat derzeit ca. 500 Mitglieder. Die Vereinigung fördert das Ansehen des Naturhistorischen Museums in der Bevölkerung, weckt mit Blicken hinter die Kulissen Verständnis für die Arbeiten im Museum und unterstützt die Beschaffung und Ausstellung von publikumswirksamen Sammlungsobjekten. Der Gönnerverein hat z.B. den Ankauf einer spektakulären Goldstufe aus der Surselva mit einem namhaften Beitrag unterstützt. Auch die faszinierende und viel besuchte Kolonie von Blattschneiderameisen im 3. Stock des Naturhistorischen Museums wurde vom Gönnerverein ermöglicht.

Foto Goldstufe Foto Blattschneiderameise mit Blumenblüte
Goldstufe aus der Surselva                           Blattschneiderameise

Die Mitglieder werden regelmässig über die Aktivitäten des Museums orientiert. Sie sind zu kostenlosem Eintritt berechtigt und erhalten den Museumspass zu reduziertem Preis. Exklusiv für die Mitglieder und deren Familien werden Exkursionen und Spezialführungen durchgeführt, mit Kontakten zu Forschern und anderen Museumsmitarbeitern. Für die "Freunde" ist der Eintritt zu den von der Vereinigung organisierten Vorträgen kostenlos.

Gönnen Sie Sich ein paar Millionen Jahre Naturgeschichte und werden Sie Mitglied im Gönnerverein!

Jahresbeitrag
Einzelpersoenn CHF 40.-, Partner/Familien* CHF 70.-
(* Kinder bis 18 Jahre)

Mitgliedschaft auf Lebenszeit
Einzelpersonen CHF 650.-, Partner/Familien CHF 900.-

Jetzt Mitglied werden

Jahresberichte, Vorstandsliste, Statuten

Icon: Format pdf-Dokument Jahresbericht 2011
(393 KB)

Icon: Format pdf-Dokument Jahresbericht 2010 (366 KB)

Icon: Format pdf-Dokument Jahresbericht 2009 (388 KB)

Icon: Format pdf-Dokument Jahresbericht 2008 (1.7 MB)

Icon: Format pdf-Dokument Jahresbericht 2007 (389 KB)

Icon: Format pdf-Dokument Jahresbericht 2006 (177 KB)

Icon: Format pdf-Dokument Jahresbericht 2005 (247 KB)

Icon: Format pdf-Dokument Vorstand (32 KB)

Icon: Format pdf-Dokument Statuten (46 KB)



Bericht Exkursion Napf: Es ist nicht alles Gold, was glänzt….

Schon bald sollten die 22 Vereinsmitglieder, die sich für die Exkursion „Goldwaschen am Napf“ am 17. Juni 2007  angemeldet haben, dieses Sprichwort nur allzu gut verstehen...
Frühmorgens, beladen mit Stiefeln, Schaufel und einem Rucksack mit Grillwürsten, finden sich ein paar Neugierige zusammen zu einem der letzten Abenteuer, die man in der Schweiz noch erleben kann. Unter der fachkundigen Führung unserer Vorstandsmitglieder Caspar Vogel und Hans-Rudolf Rüegg suchen wir in der «Grossen Fontanne» bei Romoos nach dem begehrten Gold.


Gold Schaufeln am Napf

Gold schaufeln am Napf

Wir sind nicht die Ersten die hier am Napf nach dem gelben Metall graben. Schon Posidonius (135-50 v. Chr.) und Strabo erwähnen die Seifengoldgewinnung in Helvetien. Ein Hinweis, dass auch die Römer ihr Glück hier versucht haben, könnte zudem der Name des Flusses Fontanne sein. Das Wort «Fontanne» stammt vom Lateinischen «fons», was «Quelle» bedeutet; «fontanus» bezeichnet eine «Quellgottheit» -  vielleicht ist der Schutzpatron der Quelle gemeint, aus der das Gold aus der Tiefe des Erdinnern ans Tageslicht sprudelt? Vom 14. bis ins 19. Jahrhundert war der Begriff «Golder» als Bezeichnung für die Goldwascher am Napf  bekannt und sehr verbreitet. Vom 15. Jahrhundert bis ins 18. Jahrhundert kaufte die Luzernische Staatskasse immerhin ca. 32 Kilo Gold von den Goldern. Aus dem Gold wurden Münzen geprägt.
Nach einer kurzen Einführung in die Handhabung der Goldwaschpfanne und der Goldwaschrinne können schon bald die ersten Goldflitter am Boden der Waschpfanne gesichtet werden. Aber ist das wirklich Gold? Vieles, was da glitzert, führt uns an der Nase herum. Pyrit, das so genante Katzengold, und Glimmerplättchen können täuschend ähnlich aussehen wie Gold. Also gilt es zunächst zu lernen, wie man das echte Gold von den anderen Mineralien, die eben auch in der Pfanne funkeln, unterscheidet. Zu Hilfe kommt uns dabei das spezifische Gewicht von Gold. Die Dichte von Gold ist mit 19.3 g/cm³ ca. 8 mal höhere als die Dichte des Bachgeschiebes. Mit den kreisenden Bewegungen in der Goldwaschpanne sinkt das Gold daher schneller auf den Boden der Pfanne und bleibt  bis am Schluss des Waschvorgangs darin liegen.
Als die Anfangschwierigkeiten überwunden sind  und die ersten wirklichen Goldflitter in der Pfanne glänzen, bricht eine begeisterte Arbeitswut aus. Es wird gegraben, geschaufelt, gewaschen, was das Zeug hält – und es wird auch Gold gefunden! Aber: Warum ist das so? Und warum ausgerechnet hier?

Das Gold fliesst  mit dem Wasser ins Tal und folgt dabei einem bestimmten Pfad im Fluss. Besonders bei Hochwasser bilden sich neue so genannte Alluvionen, Ansammlungen an besonders günstigen Stellen im Fluss. Diese Stellen liegen immer auf dem Goldpfad. Sie entstehen streng nach physikalischen Regeln. Wer dieses System begriffen hat, wird immer Gold finden – sofern aufgrund der geologischen Gegebenheiten  überhaupt Gold im Fluss abgelagert wird.
Liegen dann tatsächlich die ersten Goldflitter in der Pfanne, können sie mit einigem Geschick isoliert und  in einem Plastikdöschen verstaut werden. Das gelingt den meisten schon ganz gut. Schliesslich versuchen wir, unsere Mitglieder mit einem Grillfeuer von der Arbeit wegzulocken. Das ist gar nicht so einfach, wenn erst mal der «Goldrausch» ausgebrochen ist! Letztlich siegt aber der Hunger und es finden sich doch noch alle bereit, ihre mitgebrachte Wurst am gemütlichen Feuer zu braten..

Grillieren nach getaner Arbeit Grillieren nach getaner Arbeit

Beim Goldwaschen vergeht die Zeit wie im Flug, und schon bald heisst es wieder aufbrechen, zurück in die Zivilisation. Viele Fragen haben wir an diesem Tag diskutiert; die meisten auch beantwortet: Woher kommt das Gold? Wieso finden wir es hier? Warum finden wir keine grossen Nuggets, so wie in den Western-Filmen …..? Vieles gäbe es noch zu berichten übers Goldwaschen am Napf. Vielleicht können wir, bei einer nächsten Exkursion in diese wunderschöne Landschaft, einige interessante Fragen noch vertiefen.