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Käfersammlung Frey
Seit 1997 beherbergt das Naturhistorische Museum die reichhaltige Käfersammlung Frey mit Käfern aus allen Regionen der Welt, mit Schwergewicht Afrika und Südamerika. Tausende von Typen stellen primäres Referenzmaterial dar und machen die Sammlung international zu einem wichtigen Arbeitsinstrument für die Wissenschaft.
Als das Naturhistorische Museum Basel die Sammlung Frey übernahm, fehlten genaue Kenntnisse über den Umfang der Sammlung und deren Zusammensetzung. Daher war es von Anfang an unser Bestreben, die Sammlung vollständig zu erfassen und die Informationen darüber in einer Datenbank abzulegen.
Das Museumsteam alleine konnte die zeitintensive Inventarisierung der umfangreichen Sammlung nicht bewältigen. Zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen die Konservatoren und Sammlungsverwalter deshalb in ihrer Arbeit, einen Überblick über die Käfersammlung Frey zu erhalten. Es wurden nicht nur Arten, sondern auch Unterarten, Variationen und Aberrationen aufgenommen. Die Inventarisierung konnte Ende 2009 nach elf Jahren abgeschlossen werden.
Umfang: Über 2 Mio. präparierte Käfer, über 80'000 Arten, ca. 6'700 Kästen Hauptsächliche Sammler: Georg Frey Kurzbeschreibung: Die Ordnung der Käfer bildet einen Schwerpunkt der entomologischen Sammlungen. Die Sammlung Frey enthält rund ein Viertel der heute über 350'000 bekannten Käferarten und mehrere Tausend Typusexemplare. Während 50 Jahren hat sich der Industrielle Dr. h.c. Georg Frey (1902-1976) leidenschaftlich für Käfer interessiert und eingesetzt. Er organisierte und finanzierte zahlreiche Expeditionen in alle Welt, kaufte stets frisch gesammeltes Material und erwarb eine Vielzahl von bedeutsamen Sammlungen. Für die Betreuung seines Museums beschäftigte er ständig drei bis fünf Mitarbeiter. Gleichzeitig legte er eine der heute komplettesten Fachbibliotheken an. Alle bekannten Käferfamilien sind in der Sammlung vertreten, einige davon besonders gut. Diese bilden einmalige Spezialsammlungen, welche zu den weltweit komplettesten zählen. Dabei handelt es sich um Scarabaeidae (Blatthornkäfer) mit 277'000 Ex., Chrysomelidae (Blattkäfer) mit 244'000 Ex., Curculionidae (Rüsselkäfer) mit 167'000 Ex. und Tenebrionidae (Schwarzkäfer) mit 143'000 Exemplaren. Neben den Typen sind auch die zahlreichen Belegexemplare aus den verschiedensten Regionen der Welt von grosser Bedeutung.
Seit 1997 ist die Käfersammlung Frey im Naturhistorischen Museum Basel untergebracht. Da genaue Kenntnisse über den Umfang der Sammlung und deren Zusammensetzung fehlten, war es von Anfang an unser Bestreben, die Sammlung vollständig auf eine Datenbank einzugeben, um einen Überblick über die Arten und Typen zu gewinnen. Innerhalb des normalen Pensums des Museumsteams konnte die Inventarisierung der umfangreichen Sammlung nicht bewältigt werden, weil sie sehr viel Zeit fordert. So waren wir auf Hilfe von Drittpersonen. Nach 11 Jahren Inventarisierung konnten wir Ende 2009 diese Arbeit abschliessen. Es schien uns sinnvoll, alle vorhandenen Taxa aufzunehmen. So wurden schliesslich nicht nur Arten, sondern auch Unterarten, Variationen und Aberrationen aufgenommen.
Das Resultat der langjährigen Arbeit
Insgesamt wurden 120'000 Datensätze aufgenommen, die 120'000 Arten, Unterarten und Aberrationen entsprechen. Dafür mussten etwa 6700 Kästen in die Hand genommen werden. Nun kennen wir endlich den Inhalt der wertvollen Sammlung:
Anzahl Datensätze (Taxa) 120’215 Anzahl Gattungen 11'477 Anzahl Arten 97’744 Anzahl Unterarten 8'028 Anzahl Typen-Exemplare: 47'127 Anzahl Taxa mit Typen 20’034 (davon 5873 Holotypus) Anzahl von Frey beschriebene Arten 950 Anzahl Frey gewidmete Gattungen 10 Anzahl Frey gewidmete Arten 276 Anzahl Frey gewidmete Taxa unter Artniveau 18
Die Datenbank enthält nur die Namen aller Taxa und keine Detailangaben zu den einzelnen Individuen wie Fundortangaben. Bei den geschätzten 2-3 Millionen Käfern würde dies Jahrzehnte dauern. Die Zahl der tatsächlich vorhandenen Käfer kann nicht genannt werden, da die Anzahl Exemplare pro Taxon nicht aufgenommen wurden. Wir gehen von gegen 3 Mio. Käfern in etwa 6700 Kästen aus