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Naturhistorisches Museum Basel
Edi Stöckli
Wissenschaftlicher Mitarbeiter Biowissenschaften
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Weichtiere (Mollusca)

Die Sammlung der Mollusken (Malakologie = Weichtierkunde) ist eine der Schwerpunktsammlungen und beinhaltet einige der ältesten Sammlungsobjekte des Hauses. Sie besteht sowohl aus Trockenmaterial (Schalen) wie auch aus Alkohol- und Dünnschnittpräparaten.

Umfang: Rund 130'000 Objekte in 13'300 Arten
Haptsächliche Sammler: Paul und Fritz Sarasin, S. Moricand, C. B. Adams, R. J. Shuttleworth und O. F. von Möllendorff
Kurzbeschreibung: Die wissenschaftlich bedeutende Molluskensammlung enthält unter anderem Originalmaterial einer Reihe von Autoren des 19. Jahrhunderts. Am bemerkenswertesten ist sicherlich die reiche Sammlung, die Paul und Fritz Sarasin von ihrer Expedition nach Celebes (Sulawesi, Indonesien) mitbrachten und in einer Serie von fünf Bänden beschrieben. Die Region des Westpazifiks ist ausserdem gut vertreten durch Grimpe und Hoffmanns Sammlung von Neukaledonien und Material von Neuguinea und anderen melanesischen Inseln, das von späteren Wissenschaftlern beigesteuert wurde.

Blick in eine Schublade der Schneckensammlung, vergrössert eine Schnirkelschnscke, Foto Edi Stöckli, NMB
Blick in eine Schublade der Schneckensammlung, vergrössert eine Schnirkelschnecke © Edi Stöckli

Lothar Forcart war der letzte Malakologe am Museum in Basel. Dank seinen Beziehungen und Aktivitäten wurde die Sammlung ausführlich genutzt und stetig erweitert. Mit seinem Tod im Jahre 1990 verschwand sie ein wenig aus dem Bewusstsein der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Um das Interesse wiederzubeleben und um den Zugang und die Suche zu erleichtern wurde nun Forcarts Typenkartei elektronisch erfasst und über das World Wide Web verfügbar gemacht. Sie umfasst 1177 Serien von 780 nominellen Taxa von Schnecken und Muscheln.
Zuwachs erhält die Sammlung in neuester Zeit durch die Referenzsammlungen des Biodiversitätsmonitoring Schweiz und des Projektes Rote Liste der Mollusken der Schweiz.