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Naturhistorisches Museum Basel
Dr. André Puschnig
Konservator Geowissenschaften
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Alpine Kluftminerale in der Schweiz

Kluft- oder Hohlraumkristalle aus der Schweiz geniessen seit Jahrhunderten einen hohen internationalen Stellenwert und sind in den wichtigsten Sammlungen der Welt vertreten.

Stichworte: Quarz-Gwindel, Simplonmineralien, Anhydrit, Dawsonit
Anzahl: rund 16'000 Objekte und Objektgruppen

Kluft- oder Hohlraumkristalle aus der Schweiz geniessen seit Jahrhunderten einen hohen internationalen Stellenwert und sind in den wichtigsten Sammlungen der Welt vertreten. Die Auseinandersetzung mit Kristallen und ihren Vorkommen reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Aktuell sind rund 700 verschiedene Mineralien für die Schweiz beschrieben. Das Museum beherbergt eine der grössten Sammlungen von Mineralien der Schweiz.

Die Funde dieser regionalen Sammlung stammen mehrheitlich aus den Alpen und dem Schweizer Jura. Die Sammlung folgt der Ordnung des Buches "Die Mineralfunde der Schweiz" (R.L. Parker, 1973). Dieses Klassifikationsschema unterscheidet 16 geographisch-mineralogische Fundregionen der Schweiz. Innerhalb der Fundregionen sind die Objekte nach Mineralvergesellschaftungen und alphabetisch nach Fundorten sortiert.

Die ältesten Objekte dieser Sammlung stammen von Hieronymus d'Annone (1768), Peter Merian (1825) und den Erben von Hieronymus Bernoulli (1830). Später folgten Schenkungen von Friedrich Heusler (1862), Theodor Engelmann (1931) und Paul Bohny (1954, 1962). Herausragend aus dieser Sammlung sind Mineralien aus dem 1906 fertiggestellten Simplon-Eisenbahntunnel (rund 800 Objekte). Die jüngsten Ankäufe/Schenkungen sind eine Goldstufe von Disentis (2001) und Mineralien aus einer Sammlung des Museums Bally-Prior von Schönenwerd (2003).


Foto: Gold
Spektakulärer Goldfund aus Disentis, Graubünden, Breite der Stufe 8cm, Foto © Walter Gabriel

Heute sind rund 16'000 Mineralien für den interessierten Laien und Wissenschaftler auf Anfrage zugänglich.