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Naturhistorisches Museum Basel
Dr. André Puschnig
Konservator Geowissenschaften
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Mineralien Grube Lengenbach (Wallis, Schweiz)

Die Grube Lengenbach zählt mit ihrem Reichtum an seltenen und einzigartigen Mineralien, speziell von Sulfosalzen, weltweit zu den zehn berühmtesten Fundstellen.

Stichworte: Sulfosalze, Typmineralien
Anzahl: rund 3’300 Sammlungseinheiten

Die Grube Lengenbach im Binntal ist ein Ort ungewöhnlicher Erzmineralien im oberen Wallis. Sie ist seit dem frühen 18. Jahrhundert bekannt, als in der Schweiz intensiv nach produktiven Erzlagerstätten gesucht wurde. Die Sulfosalz-Mineralisation befindet sich im Trias-Dolomit, einem Gesteinszug, der sich von SW nach NE durch das Binntal zieht.

Das Naturhistorische Museum Basel ist seit 1963 Mitglied verschiedener Gemeinschaften in Lengenbach (1958 bis 1998: Arbeitsgemeinschaft Lengenbach, 1998 bis 2003: Interessengemeinschaft Lengenbach, seit 2003: Forschungsgemeinschaft Lengenbach, FGL) und in unterschiedlichem Masse an der Ausbeute beteiligt. Für die wissenschaftliche Bearbeitung der gefundenen Proben ist S. Graeser vom NMB verantwortlich. Allfällig neu entdeckte Mineralarten, die im Museum untersucht werden, gehen in die Lengenbach-Sammlung des Naturistorischen Museum Basel ein.

Das Museum besitzt mit rund 3'300 Objekteinheiten die wohl vollständigste Sammlung der berühmten Lengenbacher Mineralien. Die erste Probe gelangte schon 1797 nach Basel. Von der Grube Lengenbach sind zur Zeit rund 30 Typmineralien bekannt, davon werden neun Mineralien in der Typensammlung des NMB aufbewahrt.


Foto: Alte Etikette von Realgar
Auripigment (Opperment) und Realgar aus der Grube Lengenbach, alte Etikette aus dem Jahr 1797, Foto © André Puschnig

Foto: Mineral Lengenbachit
Lengenbachit aus der Grube Lengenbach, Bildbreite 2cm, Foto © Severino Dahint