Kontakt
Naturhistorisches Museum Basel
Dr. Loïc Costeur
Konservator Geowissenschaften
Augustinergasse 2
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CH-4001 Basel

Tel +41 61 266 55 87
Fax +41 61 266 55 46
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Paläontologie (Wirbeltiere)

Die Paläontologie (griechisch: palaios bedeutet alt; logos ist die Lehre) ist die Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Erdzeitalter. Gegenstand paläontologischer Forschung sind in Sedimentgesteinen vorkommende Organismenreste und Hinweise aller Art auf vorzeitliche Lebewelten, die als Fossilien bezeichnet werden. Die Paläontologie erforscht anhand von Fossilien die Entwicklung der Lebewesen im Verlaufe der Erdgeschichte. Sie beschränkt sich dabei nicht auf die Erfassung der Fossilien oder das Nachzeichnen der historischen Fakten, sondern versucht die kausalen Zusammenhänge zwischen den Entwicklungsprozessen von Organismen und Umwelt in Raum und Zeit zu verstehen. Somit ist die Paläontologie in ihren Fragestellungen und Ergebnissen sowohl eine Geo- als auch eine Biowissenschaft.

Der wichtigste Schwerpunkte innerhalb der Sammlungen sind die tertiären und pleistozänen Säugetiere Europas. Mit mehr als 600'000 Einzelobjekten stellt diese Sammlung die weltweit grösste und bedeutendste ihrer Art dar. Diese Sammlungen beinhalten speziellerweise auch alle rezenten Skelette des Museums. Ein Sammlungsobjekt kann ein ganzes Nashornskelett sein, aber auch ein einzelner Kleinsäugerzahn. Vergleichbare Sammlungen existieren in München, Stuttgart, Paris, Wien und Florenz, aber diese habe mehr regionalen Charakter, das heisst, sie enthalten vor allem Fossilien aus dem betreffenden Land. Die Basler Sammlung dagegen beherbergt fossile Säugerreste aus fast allen europäischen Ländern, in welchen solche Fossilien gefunden werden, vor allem aus Frankreich, der Schweiz, Italien, Süddeutschland, Spanien und der Slowakei.


Foto: EgerkingenDie eozänen Säuger aus der Schweizer Bohnerzformation
Bereits Ludwig Rütimeyer (1825-1895) hat in der ergiebigsten Fundstelle des Schweizerischen Eozäns gesammelt.
Foto Kohlentier aus RickenbachDie Säugetiere der Schweizer Molasse
Aus den Ablagerungen des Schweizer Molassebeckens sind über 1000 Säugetierfundstellen bekannt.
Foto Fossiler OtterDie aquitanen Säugerfaunen aus dem Allierbecken (Frankreich)
Wegen ihrer hervorragenden Erhaltung sind die Wirbeltierreste aus dem Aquitan (Untermiozän) des Allierbeckens weltberühmt.
Foto SansanDie Säugetierfauna von Sansan
Ausserordentlich an dieser Fundstelle ist, dass neben Grosssäugern auch Kleinsäuger zum Vorschein kommen.
Seneze NashornDie Grosssäuger von Senèze (Frankreich)
Von keiner anderen Fundstelle besitzt unser Museum so viele vollständige Grosssäugerskelette wie von Senèze.
Foto: AffenskelettDie Sammlung rezenter (heute lebender) Säugetiere
Mit rund 15'000 Skeletten und Schädeln ist die Sammlung rezenter Säugetiere die grösste ihrer Art in der Schweiz.
Foto: AffenschädelKnochenalphabet
Schädel zu Schädel, Fuss zu Fuss - Knochen nach Typen geordnet
VogelkopfDie Sammlung fossiler und rezenter Vögel
Diese Sammlung enthält einige Höhepunkte wie die eozänen Knochen von Riesenlaufvögeln aus Egerkingen.
Foto CetiosauriscusSammlung fossiler und rezenter Amphibien und Reptilien
Diese Sammlung enthält wertvolle Reptilreste wie die die Saurierreste von Niederschönthal (Baselland).
Foto HaigebissSammlung fossiler und rezenter Fische
Mit mehr als 14'000 Einzelobjekten ist die Sammlung fossiler Fische relativ umfangreich.