Präparation
Für die wissenschaftlichen Sammlungen werden
vor allem Vogel- und Kleinsäugerbälge als Belege und zu Forschungszwecken hergestellt. Bälge sind spindelförmige
oder auf Karton aufgezogene Präparate, an denen diejenigen Teile gut sichtbar sind, die für wissenschaftliche
Untersuchungen wichtig sind (z.B. Fellzeichnungen, Federkleid und diverse Masse).
Das
Wort Balg bezeichnet grundsätzlich Kleinsäugerfelle und Vogelhäute, die ohne Gerbung getrocknet werden.
Die
Balgherstellung wird hier am Beispiel eines Vogelbalges kurz erklärt:
Dem frostkonservierten
oder frischtoten Vogel wird die Haut mit dem Federkleid vom Fleischkörper abgezogen. Die Haut wird gewaschen,
desinfiziert und locker geföhnt. Aus Holzwolle wird ein eiförmiger Körper geformt und auf einen Holzstab
gesteckt.
Dann wird die Haut über diesen Kunstkörper gestülpt und zugenäht. Beine, Schwanz
und Flügel werden so gerichtet, dass der Vogel ein spindelförmiges Aussehen erhält. Bevor der Balg zum
Trocknen weggestellt wird, müssen alle Federn minutiös geordnet und an den richtigen Platz gelegt werden.
Die
Präparation von Knochen und Skeletten als Einzelknochen oder Bänderskelette ist in Basel aus organisatorischen
Gründen in der Geowissenschaftlichen Präparation angesiedelt.
Nach wie
vor spielt die Konservierung von ganzen Lebewesen in Flüssigkeit, vor allem von wirbellosen Tieren,
eine wichtige Rolle. Dies wird durch das Aufleben der Erforschung der Artenvielfalt begünstigt.
Vogelbälge
© Julia Wetjen
Aufgespannte
Flügel © Julia Wetjen
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Kontakt
Naturhistorisches Museum Basel
Christoph Meier
Leiter Präparatorium
Augustinergasse 2
CH 4001 Basel
Tel +41 61 266 55 30
Fax +41 61 266 55 46
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