Modellbau
Um ausgestorbene Tiere zeigen zu können, werden diese nachgebildet. Entweder in Originalgrösse oder in verkleinertem oder vergrössertem Massstab.
Als Vorlage dienen fossile Knochen und andere wissenschaftliche Belege zur Anatomie, aber auch Erkenntnisse zum Lebensraum, Nahrung und Lebensweise der betreffenden Tierart. Im Idealfall arbeiten wissenschaftliche Fachspezialisten und Präparatoren bei der Entstehung von Rekonstruktionen Hand in Hand. Das Ziel ist eine gestalterisch überzeugende Umsetzung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Seriös erarbeitete Rekonstruktionen von ausgestorbenen Tieren sind immer auch Bestandteil der aktuellen Diskussion, wie diese Tiere ausgesehen haben könnten.

Lebendrekonstruktion von Mastodonsaurus giganteus
Lebendrekonstruktion von Mastodonsaurus giganteus © Julia Wetjen

Für eine Rekonstruktion wird als erstes ein kleines Skizzenmodell  hergestellt. Nachher wird die Tiergestalt in der gewünschten Endgrösse in Plastilin oder Ton modelliert, und über eine Zwischennegativform aus Silikonkautschuk in Kunststoff abgeformt.
Zum Schluss wird die Oberfläche der Rekonstruktion ausgearbeitet. Die Palette der Möglichkeiten reicht von einer einfachen Bemalung in Airbrushtechnik bis zu einer naturgetreuen Nachbildung mit Kunstfell oder echten Federn.
Ebenfalls ein wichtiges Gebiet im Bereich des Modellbaus ist die Herstellung von Abgüssen in Gips oder Kunststoff. Da viele Fossilien absolute Einzelstücke sind, werden von besonders schönen oder typischen Stücken Abgüsse als 3D-Kopien für wissenschaftliche Sammlungen oder Ausstellungen angefertigt. Dies geschieht über den Weg einer zwei- oder mehrteiligen Form aus Silikonkautschuk mit Stützmantel.

Stützrekonstruktion von Mastodonsaurus giganteus
Stützrekonstruktion von Mastodonsaurus giganteus © Julia Wetjen


Schädel aus Plastilin
Schädel aus Plastilin © Julia Wetjen



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Kontakt
Naturhistorisches Museum Basel
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