Modellbau
Um ausgestorbene Tiere zeigen zu können, werden
diese nachgebildet. Entweder in Originalgrösse oder in verkleinertem oder vergrössertem Massstab.
Als
Vorlage dienen fossile Knochen und andere wissenschaftliche Belege zur Anatomie, aber auch Erkenntnisse
zum Lebensraum, Nahrung und Lebensweise der betreffenden Tierart. Im Idealfall arbeiten wissenschaftliche
Fachspezialisten und Präparatoren bei der Entstehung von Rekonstruktionen Hand in Hand. Das Ziel ist
eine gestalterisch überzeugende Umsetzung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Seriös erarbeitete
Rekonstruktionen von ausgestorbenen Tieren sind immer auch Bestandteil der aktuellen Diskussion, wie
diese Tiere ausgesehen haben könnten. 
Lebendrekonstruktion
von Mastodonsaurus giganteus © Julia Wetjen
Für eine Rekonstruktion
wird als erstes ein kleines Skizzenmodell hergestellt. Nachher wird die Tiergestalt in der gewünschten
Endgrösse in Plastilin oder Ton modelliert, und über eine Zwischennegativform aus Silikonkautschuk in
Kunststoff abgeformt.
Zum Schluss wird die Oberfläche der Rekonstruktion ausgearbeitet.
Die Palette der Möglichkeiten reicht von einer einfachen Bemalung in Airbrushtechnik bis zu einer naturgetreuen
Nachbildung mit Kunstfell oder echten Federn.
Ebenfalls ein wichtiges Gebiet im Bereich
des Modellbaus ist die Herstellung von Abgüssen in Gips oder Kunststoff. Da viele Fossilien absolute
Einzelstücke sind, werden von besonders schönen oder typischen Stücken Abgüsse als 3D-Kopien für wissenschaftliche
Sammlungen oder Ausstellungen angefertigt. Dies geschieht über den Weg einer zwei- oder mehrteiligen
Form aus Silikonkautschuk mit Stützmantel. 
Stützrekonstruktion
von Mastodonsaurus giganteus © Julia Wetjen
Schädel
aus Plastilin © Julia Wetjen
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Kontakt
Naturhistorisches Museum Basel
Christoph Meier
Leiter Präparatorium
Augustinergasse 2
CH 4001 Basel
Tel +41 61 266 55 30
Fax +41 61 266 55 46
E-Mail christoph.meier@bs.ch