Präparation
Die Lebewesen
vergangener
Zeiten (= Fossilien) müssen wir meist aus versteinerten Überresten herauspräparieren. Dies sind meist
Kalkschalen, Chitinpanzer und Skelette, aber auch Haut, Weichteile, Spuren und Pflanzen. Neben der technischen
Herausforderung für jedes Gestein das richtige Werkzeug oder Gerät einzusetzen, verlangt diese Arbeit
von den Präparatoren gute Kenntnisse über die zu bearbeitende Tierart und ein gut ausgebildetes räumliches
Vorstellungsvermögen. Mit Hilfe von druckluftbetriebenen Meisseln und Sticheln, im Feinbereich mit dem
Sandstrahlgerät und von Hand, wird das Umgebungssediment (die Matrix) abpräpariert. Die Trennung zwischen
Objekt und Gestein ist nicht immer offensichtlich, und in Einzelfällen ist das Umgebungsmaterial härter
als das gesuchte Objekt, dies stellt besondere Anforderungen an die Präparatoren.
Wirbeltierfunde
aus dem Tertiär und Quartär bilden einen wichtigen Teil der Sammlungen im Naturhistorischen Museum.
Oft sind sie nicht in einem Stück erhalten und müssen schon während der Präparation oder gleich nach
dem Herauspräparieren verfestigt und zusammengefügt werden.
Im Hinblick auf die spätere
Präsentation in der Ausstellung ist es wichtig, schon bei der Planung der Präparation vorauszusehen,
welche Seite des Stückes am Schluss die attraktivste oder anschaulichste sein könnte – und welche im
Umgebungsgestein verbleiben kann. Manch im Museum präsentiertes Fossil, ist nach der Präparation aus
vielen kleinen Puzzelteilen zusammengefügt worden.
Bei der Montage von Skeletten, fossiler,
oder heute lebender (= rezenter) Tiere spielen detaillierte Kenntnisse der anatomischen Zusammenhänge
und technische Fertigkeit im Herstellen stabiler und gestalterisch ansprechender Hilfskonstruktionen
eine wichtige Rolle.
Für das Aufstellen von Skeletten heute lebender (= rezenter) Tierskeletten
hat sich im Ausstellungsbereich weitgehend die unsichtbare Methode durchgesetzt: Mit Hilfe von den im
Knochen verlaufenden Stützstäben, Stiften und Verklebungen in den Gelenken können auch grosse Skelette
freitragend präsentiert werden. Kleine Vogel- oder Kleinsäugerskelette werden bei der Präparation/Mazeration
nicht auseinander genommen; dabei verhindern die Bänder der Gelenkverbindungen ein völliges Auseinanderfallen.
Aufbau
Allosaurus © Antoine Heitz
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Kontakt
Naturhistorisches Museum Basel
Christoph Meier
Leiter Präparatorium
Augustinergasse 2
CH 4001 Basel
Tel +41 61 266 55 30
Fax +41 61 266 55 46
E-Mail christoph.meier@bs.ch