Basler Tage der Artenvielfalt
Die „Basler Tage der Artenvielfalt“ haben bereits eine mehrjährige Tradition am Naturhistorischen Museum Basel. Drei Ziele werden damit verfolgt:

1. An einem einzigen Tag versuchen viele Spezialisten möglichst viele Arten eines Gebietes zu erfassen.
2. BesucherInnen können die Arbeit der ArtenspezialistInnen kennenlernen
3. Über die Jahre hinweg wird gezeigt, wie riesig die Vielfalt des Lebens auch hier bei uns ist.

Artenvielfalttag - ein junge Teilnehmerin beobachtet einen Käfer
Artenvielfalttag - eine junge Teilnehmerin beobachtet einen Käfer

Informationen zum aktuellen Basler Tag der Artenvielfalt finden Sie hier
8. Basler Tag der Artenvielfalt 2010

Rückblicke auf vergangene „Basler Tage der Artenvielfalt“

7. Basler Tag der Artenvielfalt 2008

6. Basler Tag der Artenvielfalt 2006

5. Basler Tag der Artenvielfalt 2004

4. Basler Tag der Artenvielfalt 2003

3. Basler Tag der Artenvielfalt 2002

2. Basler Tag der Artenvielfalt 2001

1. Basler Tag der Artenvielfalt 2000


Ein Gemeinschaftsprojekt folgender Organisationen
Naturhistorisches Museum Basel,
Naturforschende Gesellschaft Baselland (NGBL),
MUSEUM.BL ,
Naturforschende Gesellschaft in Basel (NGiB)


Ursprung:

Die Zeitschrift GEO hat 1999 eine Idee aufgegriffen, die auf den berühmten Biodiversitätsforscher E.O.Wilson zurückgeht: den "Tag der Artenvielfalt". Ein ausgewählter Lebensraum soll an einem Tag von möglichst vielen taxonomisch versierten Personen untersucht werden mit dem Ziel, in 24 Stunden so viele Arten wie möglich zusammenzutragen. Dies ist zwar nur eine von verschiedenen Zufälligkeiten abhängige Momentaufnahme, dennoch gibt eine solche Untersuchung Hinweise darauf, in welchen Dimensionen sich die Artenzahlen in einem bestimmten Lebensraum bewegen.

GEO hat im Jahr 1999 in Norddeutschland den ersten "Tag der Artenvielfalt" durchgeführt und im Septemberheft 1999 darüber berichtet. Gleichzeitig wurde dazu aufgerufen, weitere Tage der Artenvielfalt folgen zu lassen. Der Zufall wollte es, dass gerade zu der Zeit die Schweizer Naturmuseen auf der Suche nach einem Projekt waren, welches auf das Wissen in Taxonomie und Systematik in eben diesen Institutionen - Museen und Botanische Gärten/Herbarien - aufmerksam machen sollte. Was lag näher, als die beiden Projekte zu kombinieren und den "2. GEO-Tag der Artenvielfalt" in Zusammenarbeit mit den Schweizer Naturmuseen" gemeinsam zu organisieren?

Auch die Naturforschende Gesellschaft Baselland (NGBL) war im Jahr 2000 aktiv und organisierte den ersten "Basler Tag der Artenvielfalt". Damals stand allerdings nicht das Zusammentragen einer möglichst umfassenden Artenliste im Vordergrund, sondern man wollte einem grösseren Publikum direkt draussen in der Natur die Artenvielfalt zeigen.

Die beiden leicht unterschiedlichen Ansätze haben das gleiche Ziel: Vermitteln von Verständnis für Biodiversität. Das Naturhistorische Museum Basel und die Naturforschende Gesellschaft Baselland haben in der Folge beschlossen, gemeinsam weitere "Basler Tage der Artenvielfalt" durchzuführen. Nach dem ersten Artenvielfaltstag auf dem "Bruderholz" wurde 2001 das Gebiet "Lange Erlen" untersucht und 2002 trafen sich die Artensucherinnen und Artensucher auf dem Gelände der ehemaligen "Grün 80".


Ziele:

Mit den Aktionstagen werden drei Hauptziele verfolgt:

A) Es sollen möglichst umfangreiche Artenlisten eines Lebensraumes zusammengetragen werden, wobei klar ist, dass die Liste eines einzigen Untersuchungstages nur einen kleinen Teil der Artenvielfalt eines Lebensraumes repräsentieren kann.

B) Die Öffentlichkeit wird eingeladen, den Biologen bei ihrer Arbeit über die Schulter zu blicken. Jeder weiss, dass Botaniker blühende Pflanzen rasch erkennen und Vogelkundler für ihre Beobachtungen vor allem ein gutes Gehör brauchen. Wie aber werden Wassermilben, Spinnen, Algen oder Flechten bestimmt? Die zum Teil sehr aufwändigen Methoden für die Suche und Bestimmung von Arten sind bei unscheinbaren Tieren und Pflanzen oft spannender und faszinierender als die gefundenen Arten selbst. Diese vielfältigen Methoden werden der interessierten Öffentlichkeit am Aktionstag auf Postern und in Kurzvorträgen vorgestellt.

C) Weiter soll aufgezeigt werden, wie gross die biologische Vielfalt auch hier bei uns ist und welche Schwierigkeiten es machen kann, diese zu erfassen. Mindestens 10'000 Tier- und Pflanzenarten sind in "Basel" zu erwarten. Es braucht also viele Spezialisten, die gemeinsam arbeiten, um am Ende eine umfangreiche Artenliste erstellen zu können.



Kontakt
Naturhistorisches Museum Basel
Dr. Ambros Hänggi
Konservator Biowissenschaften
Augustinergasse 2
Postfach
CH-4001 Basel

Tel +41 61 266 55 11
Fax +41 61 266 55 46
E-Mail ambros.haenggi@bs.ch